• Forumtheater und andere Formen des Theaters der Unterdrückten nach Augusto Boal als Form des pädagogischen und politischen Theaters weiterzuentwickeln, öffentlich bekannt zu machen und zu verbreiten.
  • sich gegenseitig zu unterstützen und zu fördern, Intervision und kollegialen Austausch zu betreiben
  • Austausch mit TheaterpädagogInnen anderer Richtungen zu halten und an der Etablierung von Theaterpädagogik in Österreich mitzuarbeiten.

 

Geschichte der Arge Forumtheater

Die Vernetzung der österreichischen Forumtheatergruppen hatte 1994 ihren Anfang. Die Gruppe WIEGL veranstaltete das erste österreichweite Forumtheaterfestival in Wien und lud dazu Augusto Boal ein. Damals gab es 5 Gruppen in Österreich, die alle am Festival teilnahmen.
Im Jänner 1997 fand das erste „Stammtischtreffen“ statt, an dem nun halbjährlich Mitglieder von Gruppen und Theaterpädagog_innen teilnehmen und selbstorganisierten Austausch pflegen.
1999 wurde der Verein
Arbeitsgemeinschaft Forumtheater Österreich gegründet.
Im Oktober fand eine weitere große Veranstaltung „Visionen zur Veränderung“ mit Augusto Boal in Wien, in Zusammenarbeit mit dem Kardinal-König-Haus (1130 Wien), statt. 2001 gab es Veranstaltungen mit Boal in Graz, Innsbruck, Wr. Neustadt und Wien.

Im Oktober 2004 kam in Zusammenarbeit mit der VHS Meidling (1120 Wien) Theater und Partizipation - Die Kunst des sozialen Zusammenhalts" zustande. Die Beteiligung an dem vielfältigen Programm, bestehend aus Workshops, Vorträgen, offenen Austausch und Diskussionsforen, war zahlreich und international. Im Anschluss an diese Veranstaltung konnte Augusto Boal noch für einen Tag des Legislativen Theaters, mit dem Titel Theater als Mittel politischer Beteiligung" in Linz gewonnen werden, der in Cooperation mit der Arbeiterkammer Oberösterreich zustande kam.

Von 22.Oktober bis 1. November 2009 wurde nach eineinhalbjähriger Vorbereitung das Weltforumtheaterfestival veranstaltet. Es war eine Kooperation der Arge Forumtheater und dem Verein InterAct (Graz), sowie verschiedenen regionalen Veranstalter_innen. Die erste Woche war Veranstaltungen in Wien, Linz, Salzburg, Tirol und Kärnten gewidmet. In der zweiten Woche liefen die regionalen Teile des Festivals in Graz zusammen zu einer großen internationalen Zusammenkunft. Fast 200 Veranstaltungen wurden im Zuge des Festivals österreichweit durchgeführt mit Teilnehmer_innen aus 20 Ländern aus allen Kontinenten.
Es war eine großartiges Beispiel dafür, was mit hoher organisatorischer und fachlicher Kompetenz, einer letztlich großen Kooperationsbereitschaft, viel ehrenamtlichen Engagement und wenig Ressourcen möglich ist.